Pankreatitis und das Leben nach der Sucht

Irgendwann Mitte 2024 hat Nina sich dann entschlossen, dass der Zustand in der Wohnung für sie untragbar ist und die Angst vor einem erneuten Winter mit Temperaturen um die 10 Grad (Einmal gemessen bei Aussentemperaturen von -6,6 Grad war es in der Wohnung gerade einmal 7,1 Grad) in der Wohnung war dann doch so stark, dass sie sich entschloss, sich eine neue Bleibe zu suchen. Da genau zu diesem Zeitpunkt beine Wohnung hier bei mir frei wurde, bot ich ihr an, einzuziehen. Es spielte für mich überhaupt keine Rolle, dass sie trank. Alles, was ich wollte war, dass sie sich sicher fühlen und warm haben sollte. Ein schimmelfreies Zuhause ohne irgendwelche Spinner, die mit Luftgewehren ihr Fenster zerschossen. Oder Vermietern, die sich nicht an Absprachen hielten. Es gab zig Gründe, ihr diese Wohnung zu geben.

Nun bekam sie aber 1 Woche vor dem Umzug starke Schmerzen und Steffi brachte sie umgehend ins Krankenhaus. Die Diagnose war wohl schnell gestellt: Nie wieder Alkohol, schwere Pankreatitis, Bauchspeicheldrüsenentzündung. Wir zogen trotzdem für sie um, organisiert war ja schon alles, wir schmissen nur alles in den Hänger und brachten es in ihre kleine, süsse, neue, warme und vor allem schimmelfreie Wohnung.

Nina hat seitdem keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken. Zu ihren besten Zeiten wog sie immerhin 110kg bei 160cm. Inzwischen hat sie 50kg abgenommen, läuft jeden Tag 10 000 Schritte und ist wesentlich zufriedener mit sich.


——

Ich bin wirklich stolz, dankbar und froh, diesen Weg mitverfolgt zu haben. Mitverfolgen zu dürfen.

Zurück
Zurück

Die Geschichte zum Bild

Weiter
Weiter

Der Weg aus der Sucht